Google Analytics GA4 für Selbstständige:

Mein etwas chaotischer, aber ehrlicher Realitätscheck (inkl. Tracking-Kopfschmerzen)

Ich gestehe gleich mal was: Mein erstes Google Analytics-Konto habe ich 2008 eingerichtet. In einem WG-Zimmer, auf einem viel zu lauten Laptop, während im Hintergrund jemand „Poker Face“ von Lady Gaga auf Repeat gehört hat. Kein Witz. Ich hatte absolut keinen Plan, was ich da tue, aber es hat sich… richtig angefühlt. Zahlen! Kurven! Daten! (Und ja, ich war dieser Typ.)

Fast forward zu heute und wir reden über google analytics ga4 selbstständige. Und ich schwöre dir: Auch nach all den Jahren sitze ich manchmal vor GA4, starre auf den Bildschirm und denke mir: „Äh… warte… wo sind jetzt meine Seitenaufrufe hin?“

Wenn du selbstständig bist, Freelancer:in, Solopreneur oder kleines Unternehmen führst und gerade versuchst, Google Analytics 4 einzurichten, bist du nicht allein. Wirklich nicht.

Und genau darüber reden wir jetzt. Locker. Ehrlich. Mit kleinen Abschweifungen. Und mindestens einem Moment, wo ich mich selbst nicht ganz ernst nehme.

Warum Google Analytics 4 für Selbstständige überhaupt wichtig ist (auch wenn es nervt)

Warum Google Analytics 4 für Selbstständige überhaupt wichtig ist (auch wenn es nervt)

Kurze Frage an dich:
Woher weißt du eigentlich, ob deine Website funktioniert?

Gefühl? Bauch? „Sieht hübsch aus“?

Google Analytics hilft dir dabei, dein Nutzerverhalten zu verstehen. Und zwar messbar. Klicks, Interaktion, Conversions, Seitenaufrufe, Umsatz bei E-Commerce, Formulare, Kampagnen. Alles.

Mit der neuen Google Analytics 4 hat Google aber einmal komplett den Tisch umgeworfen. Universal Analytics ist weg. Wirklich weg. (Ja, ich hab auch kurz getrauert.)

GA4 ist jetzt eventbasiert, datenschutzfokussierter, stärker auf web analytics und websites oder apps ausgelegt. Klingt schlau. Fühlt sich am Anfang aber wie ein Escape Room ohne Anleitung an.

Google Analytics vs. Google Analytics 4 – ganz kurz, versprochen

Google Analytics vs. Google Analytics 4 – ganz kurz, versprochen

Universal Analytics hatte:

  • Sitzungen
  • Seitenaufrufe
  • Eine klassische Datenansicht

GA4 hat:

  • Events
  • Ereignisse
  • Noch mehr Events

Und nein, das ist kein Witz.

Die Verwendung von GA4 zwingt dich, umzudenken. Weg von „Wie viele Seitenaufrufe?“ hin zu „Was machen die Nutzer wirklich?“

Und das ist eigentlich ziemlich gut. Wenn man es einmal… äh… verstanden hat.

Google Analytics 4 einrichten: So gehe ich heute vor (und ja, es ist optimiert)

Google Analytics 4 einrichten So gehe ich heute vor (und ja, es ist optimiert)

Ich werde oft gefragt, ob man dafür eine Agentur braucht oder ob ein Google Analytics Freelancer reicht. Ehrliche Antwort: Für die meisten kleinen Unternehmen reicht ein sauberes Setup.

Schritt 1: Google Analytics-Konto erstellen

Du brauchst ein Analytics-Konto. Klingt banal, wird aber erstaunlich oft falsch gemacht. Ein Konto, mehrere properties. Ordnung ist hier wirklich Gold wert.

Schritt 2: Google Analytics 4 Property erstellen

Ja, wirklich explizit eine Google Analytics 4-Property. Nicht Universal. Nicht irgendwas Altes.

➡️ google analytics 4 property erstellen
➡️ 4 property erstellen und einrichten

Hier legst du fest, ob es sich um Websites oder Apps handelt, welche Platform, welche Zeitzone, welche Währung.

Schritt 3: Tracking einbinden – bitte nicht per Bauchgefühl

Du hast zwei Optionen:

  • Direkt in Google
  • Über den Google Tag Manager

Ich bin Team Google Tag Manager. Immer. Seit Jahren. Der Tag Manager ist ein Tag-Management-System, das dir erlaubt, Tracking sauber, flexibel und halbwegs stressfrei zu verwalten.

Und ja, ich habe auch schon mal vergessen, den Container zu veröffentlichen. Mehr als einmal.

Google Tag Manager & GA4: Warum ich darauf schwöre

Der Einsatz von tag managers spart dir langfristig Nerven. Punkt.

Mit dem gtm kannst du:

  • Event-Tracking umsetzen
  • Klicks messen
  • Conversions definieren
  • Benutzerdefinierte Events bauen
  • Google Ads integrieren
  • Die Integration mit anderen Tools sauber halten

Gerade bei WordPress, CMS-Systemen oder Webshops ist das Gold wert.

Falls du noch ganz am Anfang stehst: Schau dir auch meine Übersicht zu SEO Tools für Selbstständige an. Analytics ist nur ein Teil vom Ganzen.

Consent Mode, DSGVO & dieser ganze Kram (leider wichtig)

Ich weiß. Niemand hat Lust auf Consent Management. Aber es muss sein.

GA4 ist dsgvo-konform nutzbar, wenn:

  • Du eine CMP nutzt
  • Eine Consent Management Plattform
  • Den Google Consent Mode bzw. Consent Mode v2 korrekt einsetzt

Das sorgt dafür, dass du trotzdem Daten zu sammeln kannst, auch wenn Nutzer ablehnen. Modelliert, anonymisiert, aber besser als nichts.

Kurzer Rant: Und fang mir bloß nicht mit Leuten an, die sagen „Ach, ich track einfach alles ohne Banner“. Nein. Einfach nein.

Was du in GA4 wirklich messen solltest (und was nicht)

Kleiner Reality-Check: Du brauchst nicht alles.

Wirklich nicht.

Sinnvolle KPIs:

  • Conversions
  • Nutzerverhalten
  • Interaktion
  • Formular-Abschlüsse
  • Umsatz (bei E-Commerce)
  • Kampagne Performance
  • Return on Investment

Dinge, die du ignorieren kannst (erstmal):

  • Jede einzelne Kennzahl
  • 50 Events ohne Bedeutung
  • Datenansicht-Vergleiche, die keiner versteht

Die Analyse soll dir helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Nicht dich verwirren.

GA4, SEO & KI-Optimierung (ja, das hängt zusammen)

SEO ist auch wichtig für KI Optimierung!
Und Google Analytics liefert dir die Datenbasis dafür.

In Kombination mit der Google Search Console (lies dazu gern meinen Artikel Google Search Console für Selbstständige) erkennst du:

  • Welche Inhalte performen
  • Wo Nutzer abspringen
  • Welche Seiten Potenzial haben

Oh, und wenn du dich fragst, welche SEO-Tools sinnvoll sind:

Ja, ich hab da Meinungen. Starke. Aber das ist ein anderes Gedankending.

Typische Fehler bei der Einrichtung von Google Analytics 4

Eine kurze, leicht unvollständige Liste (wie versprochen):

  1. GA4 doppelt eingebunden
  2. Keine Conversions definiert
  3. Consent Mode vergessen
  4. Falsche Property genutzt
  5. Events nicht überprüft
  6. Tracking läuft, aber niemand schaut rein

Kennst du einen davon? Sei ehrlich.

Brauche ich Google Analytics 360?

Kurz: Nein.
Google Analytics 360 ist für große Unternehmen mit absurden Datenmengen. Für Freelancer, Selbstständige, Webshops: Overkill.

Mein persönliches Fazit (leicht selbstironisch)

Ich arbeite seit über 15 Jahren mit Google Analytics. Und trotzdem gibt es Tage, da fühle ich mich wie beim ersten Mal. GA4 ist mächtig. Aber auch sperrig. Und manchmal einfach… komisch.

Trotzdem: Der Einsatz von Google Analytics lohnt sich. Wenn du weißt, was du messen willst und warum.

Oder wie mein Freund Timo (Name geändert, er trinkt zu viel Club-Mate) immer sagt:
„Daten sind nur Zahlen, bis du ihnen zuhörst.“

Und jetzt mal du:
Was nervt dich an GA4 am meisten? Oder hast du es einfach komplett ignoriert? Schreib’s dir gern von der Seele.

Wenn dir dieses wirre Gedankending gefallen hat, schau dir vielleicht auch meine anderen Sachen an. Kein Druck. Wirklich nicht. 😌