Ich hab’s jahrelang falsch genutzt (und du vielleicht auch)
Ich sag’s direkt: Meine erste Begegnung mit der Google Search Console war… peinlich.
So richtig. Ich war Anfang 20, hatte mir nachts um halb drei eine Tiefkühlpizza in den Ofen geschoben (Salami, billig, brennt oben immer an) und dachte: „SEO? Klar, hab ich drauf.“
Dann logge ich mich in dieses ominöse Google-Ding ein, damals noch Webmaster Tools genannt, sehe Zahlen, rote Warnungen, kryptische Begriffe – und mache das, was viele machen: Tab zu. Ignorieren. Wird schon passen.
Spoiler: Hat es nicht.
Und genau deshalb gibt’s diesen Artikel. Für Selbstständige, die ihre Website ernst nehmen, aber keine Lust auf Fachchinesisch, Agentur-Gelaber oder SEO-Götter haben.
Warum die Google Search Console für Selbstständige so wichtig ist (leider)
Die google search console ist eines dieser Tools, die unscheinbar aussehen, aber im Hintergrund alles entscheiden. Sichtbarkeit. Klicks. Keywords. Indexierung.
Und ja, ich weiß: SEO klingt erstmal nach 2012, Nischenblogs und komischen Affiliate-Seiten. Aber SEO ist auch wichtig für KI Optimierung!
Wenn Google deine Inhalte nicht versteht, versteht sie auch keine KI. Punkt.
Die search console ist ein kostenloses Tool von Google, mit dem du sehen kannst, wie Google deine Website wahrnimmt. Nicht wie du sie wahrnimmst. Sondern Google. Und das ist manchmal… ernüchternd.
(Kurze Abschweifung: Meine Freundin Jana dachte jahrelang, ihre Seite rankt super, weil sie ihren Namen googelt und auf Platz 1 ist. Äh ja. Surprise.)
Was ist die Google Search Console eigentlich?
Die google search console ist das ehemalige google webmaster tools. Oder webmaster tools. Oder google webmaster. Ja, Google liebt Namenswechsel fast so sehr wie Chat-Apps neue Features lieben.
Fakt ist:
Die console ist ein kostenloses tool, mit dem du Daten aus der Google Search bekommst. Also echte Daten. Keine Schätzungen. Keine „könnte sein“. Sondern:
- Suchbegriffe, über die Leute dich finden
- Klicks und Impressionen in den Google-Suchergebnissen
- technische Probleme
- Indexierung deiner Seiten
- ob Google deine Website überhaupt mag (Spoiler: manchmal nicht)
Die search console ist ein unverzichtbares tool für alle, die ihre Website besser machen wollen. Egal ob Blog, Shop oder Dienstleistungsseite. Besonders für kleine Unternehmen.
Google Search Console einrichten: Ja, wir müssen da durch
Okay. Tief durchatmen.
Google Search Console einrichten klingt schlimmer, als es ist. Versprochen.
Schritt 1: Search Console anmelden
Du brauchst ein google-konto. Falls du keins hast… äh… dann lies diesen Artikel bitte später weiter.
Gehe zur Search Console und search console anmelden.
Jetzt kommt die erste wichtige Entscheidung: Domain oder URL-Präfix?
- Domain: deckt alle Subdomains ab (www, non-www, http, https)
- URL-Präfix: nur genau diese eine Variante
Ich nehme fast immer Domain, weil weniger Stress später. Dafür brauchst du Zugriff auf den hoster, um einen dns-Eintrag zu setzen. Klingt technisch, ist aber meist Copy & Paste.
Schritt 2: Bestätigung der Inhaberschaft
Google will wissen, ob du wirklich darfst, was du da anmeldest. Logisch.
Möglichkeiten:
- DNS-Eintrag
- HTML-Datei hochladen
- Meta-Tag
- Google Tag Manager
- Google Analytics
Ich nutze oft die html-datei, weil simpel. Datei hochladen, fertig.
Wenn du den tag manager nutzt, geht’s auch darüber.
Wichtig: Erst wenn du die inhaberschaft bestätigt hast, geht’s weiter.
(Mini-Rant: Leute, die das überspringen wollen. Nein. Google ist da nicht verhandelbar.)
Schritt 3: Sitemap einreichen
Die sitemap ist wie eine Karte für Google.
„Hey, das sind meine Seiten, bitte indexieren.“
Du kannst die sitemap einreichen unter „Sitemaps“.
Wenn du WordPress nutzt, erzeugen yoast oder rank math seo die automatisch.
Sitemap einreichen. Fertig.
Google indexieren lassen. Warten. Geduld haben. Noch mehr warten.
Google Search Console nutzen: Jetzt wird’s spannend
Sobald du die ersten daten hast (dauert ein paar Tage), zeigt dir die google search console zeigt Dinge, die… naja… dein Ego testen.
Leistung: Zahlen, die weh tun können
Hier siehst du:
- Klicks
- Impressionen
- durchschnittliche Position
- Suchanfrage (also Keywords)
Die search console zeigt dir, über welche Suchbegriffe du in den suchergebnissen von google auftauchst. Manchmal sind das exakt die Keywords, die du willst. Manchmal… absolut nicht.
(True Story: Eine meiner Seiten rankte mal für ein Keyword, von dem ich bis dahin nicht wusste, dass es existiert.)
Indexierung und technische Probleme
Unter „Seiten“ siehst du, was gecrawlt und indexiert wurde.
Und was nicht.
Typische technische probleme:
- Seite nicht indexiert
- Weiterleitungsfehler
- noindex gesetzt (aus Versehen, natürlich)
- 404 Seiten
Die indexierung ist essenziell. Nicht indexiert = nicht in den Google-Suchergebnissen = unsichtbar.
URL-Prüfung: Googles Blick auf eine Seite
Hier kannst du eine url eingeben und schauen, wie Google sie sieht.
Ob sie im Index ist. Ob sie indexieren darf. Ob irgendwas blockiert.
Sehr befriedigend, wenn alles grün ist.
Sehr nervig, wenn nicht.
Google Search Console und WordPress: Beste Freunde
Wenn du wordpress nutzt, bist du in guter Gesellschaft.
Die search console lässt sich super integrieren, vor allem mit Plugins wie rank math oder yoast.
Du kannst:
- sitemaps automatisch erstellen
- URLs schneller einreichen
- Indexierungsprobleme schneller erkennen
(Kleine Abschweifung: Ich hab mal eine Woche an Content gefeilt, nur um dann zu merken, dass die Seite auf noindex stand. Klassiker.)
Search Console Insights: Für Leute mit wenig Zeit
Die search console insights ist eine abgespeckte Ansicht.
Weniger Zahlen. Mehr „Was läuft gut?“.
Perfekt, wenn du keine Lust hast, dich durch 100 Menüs zu klicken.
Datenschutzkonform? Ja. Meistens.
Die Google Search Console ist datenschutzkonform, weil sie keine personenbezogenen Daten anzeigt. Keine Cookies. Kein Tracking einzelner Nutzer.
Im Gegensatz zu tools wie google analytics.
(Apropos: Wenn du Analytics nutzt, schau dir unbedingt google analytics ga4 selbstständige an. GA4 ist… speziell.)
GSC allein reicht nicht (leider)
So gut die search console ist: Sie ist kein All-in-One-SEO-Tool.
Deshalb kombiniere ich sie oft mit:
- seo tools für selbstständige
- ubersuggest erfahrungen
- semrush kosten selbstständige
- ahrefs für selbstständige
Und wenn du vergleichen willst:
Die search console gibt dir echte Daten. Diese Tools helfen dir beim optimieren und ranken.
Meine (leicht chaotischen) Tipps aus 15+ Jahren SEO
- Schau einmal pro Woche rein. Nicht öfter. Sonst wirst du wahnsinnig.
- Fixiere technische probleme zuerst, Content später.
- Vertraue Daten mehr als Bauchgefühl. Leider.
- Ignoriere Position 1-3 Fixierung. Fokus auf Klicks.
Oder auch:
- sitemap aktuell halten
- neue Inhalte einreichen
- alte Seiten prüfen
- suchbegriffe analysieren
Zum Schluss, ganz ehrlich
Die google search console allerdings ist kein sexy Tool.
Kein hübsches Dashboard. Kein Gamification.
Aber sie zeigt dir, wie Google deine Website sieht. Und das ist unbezahlbar.
Ich nutze sie seit Jahren. Mache immer noch Fehler. Lerne ständig dazu.
Und manchmal schließe ich den Tab auch einfach wieder, weil ich keinen Nerv habe. Auch okay.
Wenn du deine website erfolgreich machen willst, führt kein Weg an der search console vorbei.
Und jetzt meine Frage an dich:
👉 Hast du deine Website in der Search Console wirklich aktiv genutzt – oder läuft sie nur so mit?
Wenn dir dieses wirre Gedankending gefallen hat, schau dir vielleicht auch meine anderen Sachen an. Kein Druck. 🙂