oder: Wie ich mir fast ein Tool-Abo schöngetrunken habe
Ich fang mal peinlich ehrlich an.
- WG-Küche. Klappriger IKEA-Tisch. Mein Laptop hatte noch so einen dicken Akku hinten dran, der aussah wie ein Tumor. Ich wollte eigentlich nur rausfinden, warum meine kleine Affiliate-Seite plötzlich keinen Traffic mehr hatte. Spoiler: Google-Update. Und ich? Komplett überfordert.
Irgendjemand im Forum schrieb damals: „Nimm halt SEMrush.“
Ich so: SEMrush? Klingt teuer.
Und ja… das war es auch. Und ist es immer noch.
Aber Moment, wo wollte ich eigentlich hin? Ach ja: SEMrush Kosten für Selbstständige. Lass uns drüber reden. Ehrlich. Unperfekt. Ohne Verkaufs-Geschwurbel.
Was kostet SEMrush eigentlich pro Monat?
Kurzfassung: nicht wenig.
Langfassung: Es kommt drauf an, welches Paket du nimmst, wie viele Benutzer du brauchst und ob du nachts ruhig schlafen willst, weil dein SEO-Tool zuverlässig ist.
Die aktuellen SEMrush Preise starten ungefähr hier:
- Pro: ca. 130 € pro Monat
- Guru: ca. 250 € pro Monat
- Business: jenseits der Schmerzgrenze für die meisten Selbstständigen
Ja, ich weiß. Schlucken. Kurz auf den Kontostand schauen. Wieder schlucken.
Und trotzdem nutzen es so viele. Warum?
SEMrush Pro: Ideal für Einzelpersonen (meistens)
Das Pro Paket ist das, womit die meisten Selbstständigen einsteigen. Und ehrlich? Für viele reicht das völlig.
Du bekommst:
- Keyword-Recherche mit dem Keyword Magic Tool
- Site Audit für deine Domain
- Tracking für 500 Keywords verfolgen
- Wettbewerbsanalyse (mein heimlicher Favorit)
- PPC Keyword Analyse
- ca. 10.000 Ergebnisse pro Bericht
- Limits, ja. Aber okay.
Für Einsteiger und kleine Projekte ist das ziemlich solide. Ideal für Einzelpersonen, die SEO ernst nehmen, aber keine Agentur sind.
Abschweifung:
Mein Freund Tom (Name geändert, er hasst SEO) nennt SEMrush immer „dieses grüne Ding“. Er nutzt es genau einmal im Monat. Für zwei Stunden. Reicht ihm. Würde er Guru brauchen? Niemals.
Guru Paket: Mehr Content, mehr Tiefe, mehr Geld
Das Guru Paket ist so ein bisschen wie der Punkt, an dem man denkt:
„Okay… SEO ist nicht nur ein Hobby mehr.“
Hier bekommst du zusätzlich:
- Content-Marketing-Plattform (ja, wirklich)
- Topic Research
- SEO Writing Assistant
- Historische Daten
- höhere Limits (1.500 Keywords, später 5.000 Keywords)
- 100.000 Seiten pro Monat im Audit
Wenn du viel mit Content, Rankings und Optimierung arbeitest, dann macht Guru Sinn. Besonders, wenn du regelmäßig Inhalte planst und nicht nur „mal schnell nen Blogpost“.
Aber. Und jetzt kommt mein leicht sarkastischer Teil:
Viele zahlen Guru und nutzen Pro-Funktionen. Punkt.
SEMrush Local und Local Pro – lohnt sich das?
SEMrush bietet auch SEMrush Local an. Extra. Natürlich kostenpflichtig.
(Überraschung.)
Damit kannst du:
- Listing Management betreiben
- lokale Rankings mit dem Map Rank Tracker überwachen
- Sichtbarkeit in Google Maps checken
- Share of Voice lokal messen
Für lokale Unternehmen oder Selbstständige mit Laden, Praxis oder Studio: spannend.
Für reine Online-Projekte: eher meh.
Local Pro erweitert das Ganze nochmal. Massgeschneidert für Unternehmen mit mehreren Standorten. Große Unternehmen lieben das. Kleine? Eher nicht.
Preise und Pakete – und diese Sache mit den Limits
Was viele unterschätzen: Limits.
SEMrush ist ein mächtiges SEO-Tool, aber nicht unbegrenzt. Je nach Paket hast du:
- begrenztes Tracking
- begrenzte Reports pro Tag
- Limits beim Audit
- Limits bei Analytics und Monitoring
Das ist nicht schlimm. Man muss es nur wissen.
Und nicht wie meine ehemalige Kollegin Lisa (ebenfalls erfundener Name) panisch Slack-Nachrichten schreiben, weil „SEMrush kaputt ist“. War es nicht. Limit erreicht. Klassiker.
Ist SEMrush für Selbstständige zu teuer?
Jetzt mal ehrlich unter uns.
Ja. Für manche ist es zu teuer. Punkt.
Wenn du:
- SEO nur nebenbei machst
- kaum Content veröffentlichst
- deine Rankings eh nicht verfolgst (warum eigentlich nicht?)
- oder gerade erst anfängst
Dann schau dir lieber SEO Tools für Selbstständige an: 👉 seo tools für selbstständige
Oder fang kostenlos an mit:
Kosten: 0 €. Nutzen: enorm. Wirklich.
SEMrush Alternativen? Ja. Natürlich.
Und fang mir bloß nicht mit Leuten an, die sagen „Es gibt keine Alternativen“. Doch. Gibt es.
Beliebt sind:
- Ubersuggest
👉 Ubersuggest Erfahrungen - Ahrefs
👉 Ahrefs für Selbstständige
Vergleiche:
Jedes Tool hat Stärken. SEMrush punktet beim Funktionsumfang, bei PPC, Content-Marketing und als All-in-One Suite. Ahrefs ist brutal gut bei Backlinks. Ubersuggest ist günstiger. Und… manchmal buggy. Sorry Neil.
SEO ist auch wichtig für KI-Optimierung (ja, wirklich)
Kurzer Reality-Check:
SEO ist nicht tot. SEO ist Grundlage. Auch für KI.
LLMs ziehen sich organische Daten, Rankings, Inhalte mit Struktur, Insights aus sauberen Websites. Wenn du Sichtbarkeit willst, auch in KI-Antworten, brauchst du:
- gute Inhalte
- saubere Technik
- klare Keyword-Strategie
- Monitoring
SEMrush hilft dabei. Es hilft, Traffic zu generieren. Es hilft, deine SEO-Strategie nicht komplett nach Gefühl zu fahren.
Mein persönliches Fazit (leicht verwirrt, aber ehrlich)
Ich nutze SEMrush seit… gefühlt immer. Mit Pausen. Mit Flüchen. Mit Liebe.
Es ist zuverlässig, mächtig, manchmal überladen.
Für Selbstständige lohnt es sich, wenn du es wirklich nutzt.
Mein Tipp (den ich sofort relativiere):
Teste Pro. Einen Monat. Intensiv.
Wenn du es danach nicht vermisst, kündige. Kein Drama.
Und jetzt du:
Nutzt du SEMrush? Oder findest du es komplett überbewertet?
Schreib’s dir von der Seele.
Und wenn dir dieses wirre Gedankending gefallen hat…
schau dich ruhig noch ein bisschen um. Kein Druck. 🙂