SEO-Fehler bei Selbstständigen

, die wir alle machen (und wie du sie vermeiden kannst, äh… meistens)

Okay, peinliches Geständnis zum Einstieg:
Ich habe 2009 eine Website online gestellt. Voller Stolz. Grüner Hintergrund, weiße Schrift, blinkende Überschrift (kein Witz) und KEIN META-TITLE. Ich dachte ernsthaft, Google „fühlt“ schon, worum es geht. Spoiler: tat es nicht.
Und ja, genau da hat meine ganz persönliche Liebesgeschichte mit SEO angefangen. Nicht aus Strategie. Sondern aus Neugier. Und Frust. Viel Frust.

Wenn du selbstständig bist und das Gefühl hast, deine Website rankt nicht, obwohl du „doch alles gemacht hast“, dann… willkommen im Club. Zieh dir einen Kaffee rein. Oder Tee. Oder was Starkes. Wir reden über SEO-Fehler bei Selbstständigen, die so häufig sind, dass sie schon fast niedlich wirken. Fast.

Warum SEO für Selbstständige gleichzeitig wichtig und nervig ist

SEO ist ein bisschen wie Zähneputzen.
Alle wissen, dass es wichtig ist.
Kaum jemand hat wirklich Bock drauf.

Gerade für kleine Unternehmen ist Suchmaschinenoptimierung aber kein Nice-to-have, sondern oft der Unterschied zwischen „Website existiert“ und „Website bringt Anfragen, Leads, Umsatz, Leben“. Organischer Traffic ist halt günstiger als Ads. Und nachhaltiger. Und ja, SEO ist inzwischen auch wichtig für KI-Optimierung, aber dazu später (erinner mich dran, sonst vergesse ich’s).

Ach, und bevor wir richtig einsteigen: Wenn du ganz am Anfang stehst, lies dir unbedingt auch SEO für Selbstständige durch. Das ist sozusagen die „Warum-zur-Hölle-mache-ich-das-überhaupt“-Grundlage.

Häufige SEO-Fehler bei Selbstständigen (und warum sie so verdammt menschlich sind)

Häufige SEO-Fehler bei Selbstständigen (und warum sie so verdammt menschlich sind)

Ich schwöre, niemand macht SEO-Fehler aus Bosheit.
Sie passieren, weil:

  • Zeit fehlt
  • Fokus fehlt
  • Wissen fehlt
  • oder jemand auf TikTok gesagt hat: „Meta-Tags sind tot“ (nein. einfach nein)

1. Kein klares Ziel, keine SEO-Strategie, nur… Hoffen

1. Kein klares Ziel, keine SEO-Strategie, nur… Hoffen

Das ist der Klassiker.
Website online. Blogartikel geschrieben. Keywords irgendwo eingebaut. Und dann warten. Monate. Jahre.

SEO ohne SEO-Strategie ist wie ein Roadtrip ohne Ziel. Du fährst halt. Irgendwohin. Vielleicht ans Meer. Vielleicht in einen Wald. Vielleicht gegen eine Wand.

Eine sinnvolle SEO-Strategie beantwortet mindestens diese Fragen:

  1. Wen will ich erreichen? (Zielgruppe, hallo?)
  2. Was suchen diese Menschen wirklich?
  3. Welche Inhalte brauche ich dafür?
  4. Wie zahlt das auf mein Business ein?

Und nein, „mehr Sichtbarkeit“ ist kein Ziel. Das ist ein Wunsch. Ein schöner. Aber kein Ziel.

2. Allgemeine Keywords statt relevanter Suchanfragen

„Coach“, „Berater“, „Yoga“, „Marketing“.
Ich sag’s lieb, aber direkt: lass es.

Allgemeine Keywords sind ein weiterer häufiger SEO-Fehler, besonders bei Selbstständigen. Die Konkurrenz ist riesig, die Suchintention schwammig und selbst wenn du rankst, bringt es dir oft keinen Traffic auf deiner Website, der konvertiert.

Besser:

  • spezifische Keywords
  • konkrete Probleme
  • klare Suchanfragen

Statt „Yoga“ lieber „Yin Yoga für Anfänger abends“.
Statt „Marketing“ lieber „SEO für Selbstständige ohne Technikstress“.

Das fühlt sich kleiner an. Ist aber mächtiger.

3. Keine saubere Keyword-Recherche (oder gar keine)

Ich hab mal jemanden getroffen (hi, Sven), der seine Keywords nach Bauchgefühl ausgewählt hat. Hat er mir stolz erzählt. Bauchgefühl ist super. Für Pizza. Nicht für SEO.

Eine ordentliche Keyword-Recherche zeigt dir:

  • wie häufig etwas gesucht wird
  • wie stark die Konkurrenz ist
  • ob die Suchintention zu deinen Produkten oder Dienstleistungen passt

Und ja, du brauchst dafür Tools. Gute Nachricht: Viele sind kostenlos oder zumindest teilweise. Google Search Console ist übrigens ein Tool von Google, falls das noch jemand verdrängt hat.

4. Content erstellen, der nett klingt, aber niemandem hilft

Oh, Content. Mein Lieblingsthema.
Und mein größter Pet-Peeve: minderwertiger Content, der nur geschrieben wurde, „weil man das halt macht“.

SEO-Content muss nicht trocken sein. Aber er muss hilfreich sein. Relevant. Hochwertig.
Wenn dein Text keine Frage beantwortet, kein Problem löst und keinen Mehrwert bietet, dann… naja. Dann rankt er halt nicht. Oder kurz. Und fällt dann wieder runter. Abschneiden ist da noch nett formuliert.

Typische Content-Fehler:

  • zu kurz
  • zu oberflächlich
  • nur für Suchmaschinen geschrieben
  • kein Fokus
  • keine Struktur (Überschrift? H1? Hallo?)

5. Technisches SEO komplett ignorieren (weil „zu kompliziert“)

Versteh ich. Wirklich.
Technisches SEO klingt nach Servern, Code und Leuten, die schwarze Hoodies tragen.

Aber ein paar Basics solltest du kennen:

  • Ladezeiten (Core Web Vitals, ja, einmal reicht)
  • Mobile Optimierung (Optimierung für mobile ist kein Extra mehr)
  • saubere URLs
  • keine kaputten Unterseiten
  • Website muss crawlbar sein (ja, crawlen, nicht gruselig, nur technisch)

Wenn deine Website technisch eine Katastrophe ist, kannst du den besten Content der Welt haben. Google kommt trotzdem nicht klar.

6. Interne Verlinkung? Noch nie gehört

Interne Verlinkung ist wie ein Leitsystem für Suchmaschinen. Und für Menschen.
Und trotzdem wird sie so häufig vergessen.

Wenn du z.B. über SEO-Fehler schreibst, dann verlink doch:

Intern verlinken hilft:

  • Rankings
  • Sichtbarkeit in Suchmaschinen
  • Nutzerführung
  • SEO insgesamt (ja, SEO ist wichtig)

7. Backlinks falsch verstehen (oder komplett lassen)

Backlinks sind kein Hexenwerk. Aber auch kein Selbstläufer.
Häufiger Fehler: entweder man kauft billige Links (bitte nicht) oder man macht gar nichts.

Ein paar gute, thematisch relevante Backlinks können mehr bringen als 100 schlechte. Qualität > Quantität. Immer.

8. Local SEO vergessen (auch wenn man lokal arbeitet)

Wenn du lokal arbeitest und lokale SEO ignorierst, verschenkst du Sichtbarkeit. Punkt.
Local SEO bedeutet:

  • Google Business Profil
  • lokale Keywords
  • NAP-Daten konsistent
  • Bewertungen (echte!)

Das gilt auch für Yogastudios. Coaches. Berater. Alle.

Noch ein weiterer häufiger SEO-Fehler, den kaum jemand sieht

SEO-Maßnahmen ohne Geduld.
SEO braucht Zeit. Zeit und Mühe. Manchmal auch Zeit und Geld. Ergebnisse zu erzielen dauert. Wer dir etwas anderes verspricht, verkauft dir Träume. Oder Kurse. Oder beides.

Kleine Abschweifung, weil warum nicht

Neulich saß ich mit Jana (arbeitet als Designerin) in einem Café. Sie fragte: „SEO ist doch tot, oder?“
Ich hab gelacht. Zu laut. Kaffee fast verschüttet.
SEO ist nicht tot. Es verändert sich. Wie alles. Auch KI nutzt Search. Suchmaschinen wie Google bleiben relevant. Die SERPs verändern sich, aber sie verschwinden nicht.

Was du konkret tun kannst (aber bitte ohne Perfektionsdrang)

Eine kleine, unvollständige Liste:

  1. Eine klare SEO-Strategie entwickeln
  2. Keyword-Recherche machen (wirklich)
  3. Inhalte zu erstellen, die hilfreich sind
  4. Technisches SEO zumindest prüfen
  5. Interne Verlinkung aufbauen
  6. Geduld haben (ugh, ich weiß)

Oder kürzer:

  • anfangen
  • Fehler vermeiden
  • dranbleiben

Häufig gestellte Fragen (kurz, versprochen)

Ist SEO für Selbstständige wirklich sinnvoll?
Ja. Hilft Unternehmen, online gefunden zu werden.

Brauche ich teure SEO-Tools?
Nein. Viele Tools sind kostenlos oder günstig.

Wie lange dauert SEO?
Länger als du willst. Kürzer als du denkst. Irgendwo dazwischen.

Persönliches Ende, weil wir hier nicht LinkedIn sind

Ich mache SEO seit 2008. Nicht, weil es trendy war. Sondern weil es mir Spaß gemacht hat. Ich hab Dinge kaputt gemacht. Wieder aufgebaut. Versionen einer Website zerschossen. Und gelernt.

Wenn du gerade denkst: „Okay… ich mach offenbar auch ein paar SEO-Fehler“, dann bist du nicht schlecht. Du bist normal.
Die Frage ist nur: Was vermeidest du als Nächstes?

Wenn dir dieses wirre Gedankending gefallen hat, schau dir vielleicht auch meine anderen Sachen an. Kein Druck. Wirklich nicht.