(ja, ich hab sie fast alle selbst gemacht)
Okay, kleines Geständnis zum Einstieg.
- WG-Zimmer. Ein Dell-Laptop, der klang wie ein startender Airbus. Ich hatte mir gerade eingebildet, ich hätte SEO durchgespielt. Keyworddichte auf Anschlag, weißer Text auf weißem Hintergrund (ja… wirklich), Rankings gingen kurz hoch – und dann zack, weg. Unsichtbar. Online-Geisterstadt.
Damals dachte ich: „Google ist doof.“
Spoiler: War Google nicht. Ich war’s. 😅
Und genau deshalb schreibe ich diesen Artikel. Nicht aus einem Hochglanz-SEO-Handbuch, sondern aus 17 Jahren Trial & Error, Kaffee, Panik und sehr vielen Tabs mit der Google Search Console offen. Wenn du also 2026 SEO-Fehler vermeiden willst, lies weiter. Und nick ruhig an den Stellen, wo es weh tut. Ich seh dich.
Warum SEO-Fehler 2026 nochmal extra weh tun
SEO war mal simpel. Keywords rein, fertig. Heute?
Heute bewerten Suchmaschinen Kontext, Relevanz, Nutzerverhalten, Ladezeiten, Mobilfreundlichkeit, Barrierefreiheit und gefühlt auch deine Laune beim Schreiben.
Und ja: SEO ist auch wichtig für KI-Optimierung.
Wenn deine Inhalte für Menschen und Suchmaschinen keinen Sinn ergeben, verstehen sie auch große Sprachmodelle nicht besser. Surprise.
Oh, kurzer Abzweig: Neulich meinte mein Freund Timo (Webdesigner, liebt dunkle Mode-Websites), SEO sei tot. Drei Wochen später fragte er mich, warum seine Website rankt nicht. Wir reden seitdem wieder. 😉
Die 10 häufigsten SEO-Fehler, die du vermeiden solltest
(atme kurz durch, wir gehen das gemeinsam durch)
1. Die Suchintention ignorieren (größter SEO-Fehler überhaupt)
Du schreibst einen epischen 3.000-Wörter-Guide.
Der Nutzer will aber nur eine Checkliste.
Boom. Absprungrate hoch. Verweildauer niedrig. Schlechtere Rankings.
👉 Frage dich bei jedem Content:
Will jemand lesen, vergleichen oder kaufen?
Wenn du das verpeilst, kannst du noch so viele Keywords reinwerfen. Hilft nix. Wirklich nix.
2. Schlechter oder beliebiger Content (sorry, aber wahr)
Content um des Contents willen funktioniert 2026 nicht mehr.
Hochwertige Inhalte müssen Mehrwert bieten. Punkt.
Nicht:
- KI-Text ohne Seele
- 08/15-Phrasen
- Inhalte ohne klare Aussage
Sondern:
- konkrete Beispiele
- echte Erfahrungen
- relevante Inhalte, die Nutzer und Suchmaschinen besser verstehen
(Ja, das ist Arbeit. Nervig. Aber effektiv.)
3. Duplicate Content und doppelte Inhalte
Ah ja. Klassiker.
- gleiche Texte auf mehreren URLs
- Produktbeschreibungen vom Hersteller kopiert
- Druckversionen ohne Noindex
👉 Vermeide doppelte Inhalte, sonst wirst du von Google erkannt und abgestraft. Kein Drama, aber schleichend. Und fies.
4. Interne Verlinkung? Ach, später…
Nein. Jetzt.
Interne Verlinkung hilft Suchmaschinen, deine Seite zu verstehen. Und Nutzern, sich nicht zu verlaufen wie ich 2014 in einem Jimdo-Menü.
Nutze:
- klare Ankertexte
- sinnvolle interne Links
- logische Navigation
Wenn du das ignorierst, beeinträchtigen sich deine Rankings gegenseitig. So wie schlechtes WLAN im ICE.
5. Langsame Ladezeiten (mein persönlicher Pet-Peeve)
Und fang mir bloß nicht mit Seiten an, die langsam laden, weil noch drei Tracker, fünf Schriftarten und ein animierter Cursor geladen werden.
Ladezeiten, Ladezeit, Ladegeschwindigkeit
alles Rankingfaktoren.
👉 Nutze Tools wie Google PageSpeed Insights.
👉 Achte auf schnelle Ladezeiten.
👉 Weniger JavaScript, sauberes CSS.
Sonst: hohe Absprungrate. Weniger Traffic. Schlechteres Ranking.
6. Mobile Optimierung vergessen
Google priorisiert mobil.
Nicht „auch“. Sondern zuerst.
Wenn deine Seite auf mobilen Geräten nicht gut funktioniert, hast du verloren. Sorry.
- Schrift zu klein
- Buttons zu nah
- Navigation nervt
Das schadet der Nutzererfahrung massiv. Und ja, Google und andere Suchmaschinen bewerten das gnadenlos.
7. Falsche oder keine Keywords
Nicht jedes Keyword ist relevant.
Nicht jedes Keyword bringt Traffic, der bleibt.
👉 Nutze die richtigen Keywords.
👉 Denk in Themen, nicht nur in Begriffen.
Und bitte hör auf, ein Keyword 47-mal reinzuquetschen. Das ist kein SEO, das ist Text-Mobbing.
8. Meta-Tags und Title-Tags verhunzen
Meta-Tags sind kein Deko-Element.
- Title-Tags beeinflussen Klickrate
- Descriptions beeinflussen Erwartungen
- Beides wirkt sich auf Rankings in den SERPs aus
Wenn da nur „Startseite | Firma XY“ steht… naja. Du weißt schon.
9. Keine strukturierten Daten nutzen
Strukturierte Daten helfen Suchmaschinen, Inhalte besser zu verstehen.
FAQs, Bewertungen, Produkte.
Nutze sie. Wirklich.
*(Kurze Abschweifung: Meine Schwester *Laura* dachte lange, strukturierte Daten seien nur was für große Shops. Spoiler: Nein.)*
10. SEO-Strategie? Welche SEO-Strategie?
Einzelmaßnahmen ohne Plan sind wie Diäten ohne Frühstück.
Kurz motivierend, langfristig unerquicklich.
Eine gute SEO-Strategie verbindet:
- Content
- Technik
- interne Verlinkung
- Suchintention
- Sichtbarkeit
Sonst machst du ständig neue SEO-Fehler, ohne zu merken, warum.
Typische Denkfehler, die ich ständig sehe (und selbst hatte)
- „SEO wirkt sofort“
- „Backlinks lösen alles“
- „Mehr Content = besseres Ranking“
Wenn dir das bekannt vorkommt: Willkommen im Club.
Mehr dazu übrigens auch bei meinen Gedanken zu SEO Mythen.
Kurze Checkliste (unvollständig, wie das Leben)
- Ist mein Content relevant?
- Passt er zur Suchintention?
- Ist die Seite mobil optimiert?
- Sind die wichtigsten Seiten indexiert?
- Gibt es Duplicate Content?
Und ja, ich hab Punkt 5 selbst mal vergessen. Mehrmals.
Noch zwei Dinge, bevor du gehst
Erstens: Wenn deine Website rankt nicht, liegt es selten an einem Fehler. Meist ist es ein Mix. Genau darüber hab ich hier geschrieben: Website rankt nicht.
Zweitens: Viele Selbstständige machen dieselben Fehler immer wieder. Falls du dich ertappt fühlst, lies auch mal rein: SEO Fehler Selbstständige.
Persönliches Fazit (leicht kitschig, sorry)
SEO ist kein Trick. Kein Hack. Kein Cheat-Code.
Es ist saubere Suchmaschinenoptimierung, ehrlicher Content und der Wille, Fehler zu vermeiden, statt sie schönzureden.
Ich mache SEO seit 2008.
Ich hab SEO-Fehler begangen, Rankings verbrannt und Projekte gerettet. Und weißt du was? Ich lerne immer noch. 2026 inklusive.
Jetzt du:
Welcher dieser Fehler hat dich gerade innerlich am härtesten getroffen?
Oder anders gefragt: Welchen wirst du als Erstes vermeiden?
Wenn dir dieses wirre Gedankending gefallen hat, schau dir vielleicht auch meine anderen Artikel an. Kein Druck. 🙂