oder: Wie ich mit 19 meine erste Website kaputtoptimiert habe
Okay, Geständnis zum Einstieg.
Ich war 19, hatte eine billige Tastatur, einen kalten Kaffee neben mir stehen und dachte ernsthaft, ich hätte Google durchgespielt. Meine erste Website. Affiliate-Links. Alles selbst gebaut. Und dann habe ich angefangen, am technischen SEO rumzuschrauben, ohne wirklich zu wissen, was ich da tue. Spoiler: Die Seite war danach weg. Einfach weg. Nicht offline, sondern unsichtbar. Für Suchmaschinen. Für Menschen. Für alles.
Und genau deshalb schreibe ich diesen Artikel. Nicht als SEO-Guru (bitte nicht), sondern als jemand, der technisches SEO einfach erklärt haben wollte – und es sich über Jahre selbst zusammenpuzzlen musste. Mit Flüchen. Mit Logs. Mit sehr vielen Tabs offen.
Wenn du also gerade denkst:
„Technische SEO? Klingt nach Serverraum und Hoodie-Trägern.“
Bleib kurz. Ich erklär’s dir. Locker. Mit Abschweifungen. Und einer Checkliste, die du wirklich nutzen kannst.
Moment, was ist technisches SEO überhaupt?
Technisches SEO ist im Kern nichts anderes als:
Deine Website so aufzubauen, dass Suchmaschinen sie problemlos lesen, verstehen und indexieren können. Klingt simpel. Ist es auch. Und gleichzeitig… nicht.
Technische Suchmaschinenoptimierung kümmert sich nicht um den Content selbst (also Texte, Blogposts, Katzenbilder), sondern um das Fundament. Dinge wie:
- Kann Google deine Seiten crawlen?
- Werden die richtigen URLs indexiert?
- Ist deine Seite mobil nutzbar?
- Ist die Ladezeit okay oder schläft der User ein?
- Versteht die Suchmaschine, worum es auf deiner Page geht?
Oder anders gesagt:
Technische SEO bildet die Basis, auf der alles andere steht. Ohne sie kannst du den besten Content der Welt haben – er wird halt nicht ranken. Punkt.
Kurze Abschweifung (sorry): SEO ist auch KI-Optimierung
Ganz kurz, bevor wir tiefer einsteigen.
SEO ist längst nicht mehr nur „für Google“. KI-Systeme, Sprachmodelle, Suchassistenten – die greifen alle auf strukturierte, saubere Websites zurück. Wenn deine Seite technisch sauber ist, hilfst du User und Google gleichermaßen. Und ja, auch KI.
Okay. Zurück.
Warum technisches SEO für Selbstständige so verdammt wichtig ist
Ich weiß, Technik klingt nach „mach ich später“.
Aber genau hier verlieren viele Selbstständige Rankings, ohne es zu merken.
Wenn du willst, dass deine Website langfristig performt, kommst du an technischem SEO für Selbstständige nicht vorbei. Und nein, du brauchst dafür keine SEO Agentur (zumindest am Anfang).
Ein sauberer technischer Unterbau sorgt dafür, dass:
- deine wichtigen Seiten indexiert werden
- irrelevante Pages draußen bleiben
- deine Website für Suchmaschinen verständlich ist
- deine Rankings stabiler sind
- deine Nutzererfahrung nicht leidet
Wenn du tiefer einsteigen willst:
👉 technisches seo für selbstständige
Technisches SEO einfach erklärt: Die große Checkliste
Jetzt wird’s konkret. Keine Theorie mehr.
Hier ist deine Checkliste für technische SEO Best Practices. Nicht perfekt. Aber praxistauglich.
1. Indexierung & Crawling checken
Erster Punkt. Immer.
Wenn deine Seite nicht im Index ist, existiert sie für Suchmaschinen nicht.
Fragen, die du dir stellen solltest:
- Werden deine Seiten gecrawlt?
- Gibt es Blockaden durch robots.txt?
- Ist die XML-Sitemap aktuell?
- Gibt es Seiten, die nicht indexiert werden sollen, aber drin sind?
Die Google Search Console ist hier dein bester Freund. Ich checke sie bis heute fast täglich. (Ja, auch sonntags. Nein, das ist nicht gesund.)
Mehr dazu findest du hier:
👉 indexierung crawling google
2. Die robots.txt-Datei – klein, aber gefährlich
Oh Mann. Die robots.txt.
Eine kleine Textdatei, die komplette Websites ruinieren kann. Habe ich gehört. Von einem Freund. Äh.
Die robots.txt-Datei sagt Suchmaschinen, was sie crawlen dürfen und was nicht. Fehler hier = Seiten werden nicht gecrawlt = kein Ranking.
Check:
- Existiert die Datei?
- Blockiert sie aus Versehen relevante Seiten?
- Wird sie korrekt ausgeliefert?
Ein einziger falscher Slash kann reichen. Wirklich.
3. Mobile SEO als Rankingfaktor (ja, immer noch)
Wenn deine Website auf mobilen Endgeräten nervt, hast du ein Problem.
Mobile SEO ist ein Rankingfaktor. Punkt.
Google indexiert mobile-first. Bedeutet:
Die mobile Version ist die Basis für Rankings.
Achte auf:
- Responsive Design
- Lesbare Schrift
- Klickbare Elemente
- Keine horizontale Scroll-Hölle
Mehr dazu hier:
👉 mobile seo rankingfaktor
4. Ladezeit & Ladegeschwindigkeit
Ich sag’s ehrlich:
Ladezeiten sind nicht mein Lieblingsthema. Aber wichtig.
Eine schlechte Ladezeit killt:
- Nutzer
- Click-Through-Rate
- Rankings
Tools wie Google PageSpeed Insights oder Pagespeed Insights (ja, ich sage beides) zeigen dir, wo es hakt. Stichworte:
- Lazy Loading
- Bildkompression
- Core Web Vitals
- Server-Antwortzeit
Du musst keine 100 Punkte haben. Niemand hat das. Niemand.
5. URLs, Struktur & interne Verlinkung
Ich liebe saubere URLs. Wirklich.
Kurze, sprechende URLs helfen Suchmaschinen, deine Website zu verstehen.
Best Practices:
- Keine kryptischen Parameter
- Logische Ordnerstruktur
- Einheitliche Schreibweise
- Klare interne Verlinkung
Eine nachvollziehbare Navigation ist Gold wert. Für User. Für Suchmaschinen. Für dein Nervenkostüm.
6. Duplicate Content vermeiden
Duplicate Content ist wie dieser eine Freund, der immer dieselbe Geschichte erzählt. Nervig.
Ursachen:
- HTTP vs HTTPS
- www vs non-www
- Filter-URLs
- Paginierung
Lösung:
Canonical Tag setzen. Einmal sauber. Dann Ruhe.
7. Strukturierte Daten & Snippets
Jetzt wird’s fancy.
Strukturierte Daten verwenden hilft Google, deinen Content besser einzuordnen.
Vorteile:
- Rich Snippets
- Bessere Darstellung in den SERPs
- Höhere Click-Through-Rate
Aber bitte:
Nicht übertreiben. Und nicht falsch implementieren. Ich spreche aus Erfahrung.
8. Tools, die ich wirklich nutze (kein Bullshit)
Ich liebe Tools. Ich hasse Tool-Overkill.
Meine Favoriten:
- Google Search Console
- Google Pagespeed Insights
- Screaming Frog
- tools wie Screaming Frog für Crawling-Analysen
Der Screaming Frog (ja, der Frog) hat mir mehr über Crawling und die Indexierung beigebracht als jede Theorie.
Kurze Meinung (stark, aber ehrlich)
Und fang mir bloß nicht mit Leuten an, die technische SEO komplett ignorieren und sich dann über Rankings wundern.
SEO setzt nicht nur auf Content. SEO spielt Technik UND Inhalt. Beides.
Technisches SEO & Featured Snippets
Wenn du auf Featured Snippets willst, brauchst du:
- saubere Struktur
- klare Überschriften
- technisch saubere Pages
Featured Snippets sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis aus guter Suchmaschinenoptimierung, klarer Struktur und Technik, die funktioniert.
Kleine, fast peinliche Anekdote
Mein Freund Jan (Name geändert, aber er weiß es) hat mal seine komplette Website per Weiterleitungen zerschossen. Alles 302. Wochenlang.
Er wunderte sich, warum nichts rankt.
Wir haben gelacht. Dann geweint. Dann gefixt.
SEO Audit: Mach’s dir zur Gewohnheit
Ein regelmäßiges SEO Audit hilft dir, technische Probleme früh zu erkennen.
Check dabei:
- Indexierung
- Crawling
- Ladezeiten
- Mobile Darstellung
- Strukturierte Daten
Nicht einmal. Immer wieder.
Inhaltliche Zusammenfassung (für dich und für Google)
Technisches SEO ist kein Hexenwerk.
Es ist Handwerk.
Wenn du:
- deine Website optimal aufsetzt
- Suchmaschinen hilfst, deinen Inhalt deiner Website zu verstehen
- technische SEO Maßnahmen regelmäßig prüfst
… dann hast du einen massiven Vorteil. Wirklich.
Mein persönlicher Abschluss (und eine Frage an dich)
Ich mache SEO seit 2008.
Nicht, weil ich musste. Sondern weil es mir Spaß gemacht hat. Immer noch macht. Trotz allem.
Technisches SEO einfach erklärt heißt für mich:
Keine Angst davor haben. Schritt für Schritt optimieren. Fehler machen. Lernen. Weiter optimieren.
Und jetzt du:
👉 Welche technische SEO-Baustelle schiebst du schon viel zu lange vor dir her?
Wenn dir dieses wirre Gedankending gefallen hat, schau dir vielleicht auch meine anderen Sachen an. Kein Druck. Wirklich nicht.